Erneuter Fischotter-Tod auf der B109 bei Anklam – Querungshilfe überfällig
Im April 2025 wurde erneut ein toter Fischotter an der B109 am Ortsausgang von Anklam Richtung Greifswald und Usedom aufgefunden. Es handelt sich um ein […]
REGION
Der Schwerpunkt der Modellregion liegt in Vorpommern, im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Region ist durch eine reiche Vielfalt an Naturräumen geprägt. Von den Ostseeküsten und Boddengewässern der Insel Usedom über die Flusslandschaft des Peenetals bis zu den waldreichen Regionen am Stettiner Haff in Ostvorpommern wechseln sich naturnahe Haffküste, Binnendünen, Buchen- und Kieferwälder mit weitläufigen Niedermoorgebieten, Bruchwäldern und einem umfangreichen Netz von Seen, Boddengewässern, Bächen, Flüssen und Wassergräben ab. Mecklenburg-Vorpommern bietet einen idealen Lebensraum für den Fischotter und ermöglicht dadurch seine flächendeckende Verbreitung.
Rewilding Oder Delta ist ein auf Initiative deutscher und polnischer Naturschützer gegründeter Verein, der in einem transnationalen Team rund um das Oderdelta zwischen Deutschland und Polen an der Wiederherstellung von Ökosystemen und Schaffung eines wild(er)en Naturraumes arbeitet. Im Fokus stehen neben Maßnahmen zur Vernetzung von Habitaten für den Fischotter die Renaturierung und Sicherung von Flüssen und Moorgebieten, die Vorbereitung einer konfliktarmen Rückkehr großer Säugetiere wie Elch, Wisent und Luchs nach Deutschland sowie der Ausbau von Qualitätsstandards für den Naturtourismus.
Anschrift der Organisation:
Rewilding Oder Delta e. V.
Lindenstraße 24
17321 Glashütte (Rothenklempenow)
Projektleiter
Peter Torkler
peter.torkler@rewilding-oder-delta.com
Projektmitarbeiter
Eric Gutte
eric.gutte@rewilding-oder-delta.com
Unsere Arbeit zur Wiederherstellung von Ökosystemen kommt neben dem Otter als Leitart naturnaher Fließgewässer vielen anderen auf diese Lebensräume angewiesenen Arten zugute.
Durch die Beherbergung einer Quellpopulation ist Mecklenburg-Vorpommern von zentraler Bedeutung für die südwestliche Wiederausbreitung des Fischotters. Trotz guter Bestandszahlen sind die Totfundzahlen infolge des Straßenverkehrs anhaltend hoch. Vor allem an Straßenquerungen der Gewässer kommen viele Fischotter bei dem Versuch, die Straßen zu überqueren, ums Leben.
© I. Wittig
Es werden an drei Gefährungsschwerpunkten Passierhilfen angelegt, die durch Fischotter genutzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass weniger Fischotter dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, und eine gefahrlosere Abwanderung der Tiere an diesen Stellen ermöglicht. So wird die Ausbreitung der Population in südwestliche Richtung unterstützt.
Trotz guter Bestandsituation des Fischotters in Mecklenburg-Vorpommern ist die Gefährdung durch den Straßenverkehr anhaltend hoch. Es gibt noch immer in hohem Maße Todfunde an Brücken und anderen Kreuzungsbauwerken im Straßenverkehr.
© Otter Cunnersdorfer-Bach
Veröffentlichung des über die Kamerafallen gesammelten Materials in ortsüblichen Medien und auf dieser Projekt-Website sowie auf der Website von Rewilding Oder Delta e.V.
Durch die Veröffentlichung der Monitoringergebnisse sollen einerseits Verkehrsteilnehmende für die Gefährdungen für Fischotter im Straßenverkehr sensibilisiert werden, andererseits die Wirksamkeit von Passierhilfen verdeutlicht werden.
© Agnieszka Soboń
Es gibt in Mecklenburg-Vorpommern landesweit Aktivitäten verschiedener Akteure zum Fischotterschutz, die regional unterschiedliche Schwerpunkte haben.
© Agnieszka Soboń
Die Etablierung eines jährlichen Austausches und die bessere Vernetzung aller im Fischotterschutz aktiven Akteure in Mecklenburg-Vorpommern.
© Agnieszka Soboń
Durch die verbesserte Vernetzung der im Fischotterschutz aktiven Akteure soll die Effizienz und Nachhaltigkeit von Schutzmaßnahmen erhöht werden.
Otterland Mecklenburg Vorpommern - Wildes Oder Delta
Im April 2025 wurde erneut ein toter Fischotter an der B109 am Ortsausgang von Anklam Richtung Greifswald und Usedom aufgefunden. Es handelt sich um ein […]
Vom 12. bis 15. Mai nahmen unsere Projektpartner*innen an einer Schulung zu innovativen Formen der Landschaftskommunikation teil. Das Büro für Landschaftskommunikation stellte dabei verschiedene Beteiligungsformate […]
Im Rahmen eines Besuchs in der Modellregion Mecklenburg-Vorpommern am 06.04.2025 trafen sich Vertreter der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Öko-LOG Freilandforschung mit den Partnern von Rewilding […]
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
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